Welche Pflichten hat ein DSL Anbieter?

Pflichten eines DSL Anbieter

Immer wieder kommt es zu Problemen mit DSL Anbietern. In ihren Werbeanzeigen versprechen sie manchmal mehr, als sie im Endeffekt einhalten. Da aber oft komplizierte und undurchsichtige Verträge unterschrieben worden sind, ist der Verbraucher verunsichert. Was darf sich der Anbieter herausnehmen und was nicht? Die häufigsten Probleme werden hier kurz erläutert und vor allem soll dem Verbraucher klargemacht werden, was seine Rechte sind. Im konkreten geht es um die Fälle

  • Freischaltung des Internets
  • Probleme mit dem Anschluss
  • Geschwindigkeit des Internets
  • Störungen des Internets

Das Internet wird nicht freigeschaltet – was jetzt?

Nachdem ein Vertrag mit einem Anbieter abgeschlossen worden ist, wird in der Regel ein Datum für die Freischaltung vereinbart. Dafür muss der Anbieter sich beim Kunden melden. Das passiert jedoch manchmal nicht. Und viele Kunden warten und warten und warten, ohne dass etwas passiert. Dabei bezahlen sie schon den Vertrag und das Internet.

Der Kunde sollte sich mit einer selbst gesetzten Frist beim Anbieter melden – zwei Wochen genügen vollkommen. Denn mit dem Vertrag geht nicht nur der Kunde eine Zahlungspflicht ein, sondern auch der Anbieter eine Lieferungspflicht. Geht er der nicht nach, ist der Vertrag hinfällig. Wenn sich der Anbieter also nach den zwei Wochen nicht gemeldet hat, kann der Vertrag storniert werden. Auch Schadensersatz kann dem Anbieter in Rechnung gestellt werden. Die bisherigen Kosten beim Anbieter sollte der Kunde unbedingt zurückverlangen.

Der Anschluss funktioniert nach der Freischaltung nicht

DSL Anschluss

Es kann auch passieren, dass die Freischaltung zwar geklappt hat, jetzt das DSL aber immer wieder gestört ist oder gar nicht läuft. Auch hier gilt: nicht einfach still zu Hause sitzen und gar nichts machen. Der Anbieter sollte kontaktiert werden, mit der Bitte um einen erneuten Versuch innerhalb von 14 Tagen. Gibt es darauf keine Reaktion, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten.

Wer sich nicht beschwert, hat keinen Anspruch auf eine Leistung, deshalb sollte immer der Anbieter schnellstmöglich kontaktiert werden. Dies passiert am besten per

  • Telefon
  • Fax
  • Mail
  • Brief

Wenn ein Gespräch am Telefon geführt wird, sollte danach immer alles noch einmal per Mail bestätigt werden.

Die DSL Geschwindigkeit ist langsamer als vereinbart

Dieses Problem ist weit verbreitet und auch unter den Anbietern bekannt. Deshalb wird in den Verträgen immer festgehalten, dass die DSL Geschwindigkeit bis zu einem bestimmten Wert hoch sein kann. Es wird also nicht versprochen, dass die DSL Geschwindigkeit genau eingehalten wird. Diese Klausel ist aber nur dafür da, um Kunden davon abzuhalten, eine Beschwerde zu schicken. Denn trotz Klausel darf der Kunde sich beschweren. Und trotz Klausel hat der Verbraucher das Recht auf die angepriesene DSL Geschwindigkeit.

Kann der Anbieter die Geschwindigkeit nicht erbringen, muss er das kommunizieren.

Es gibt eine Störung, die nicht behoben wird

Internetverbindungen können immer wieder Störungen haben. Oft lässt sich das mit einem kurzen Anruf beim Kundenservice klären, der den Störfaktor bestimmen kann. Danach wird er in der Regel schnell behoben. Passiert das nicht, sollte der Verbraucher bis zu drei Tagen warten, ob die Störung behoben wird. Erst danach sollte der Verbraucher den Anbieter erneut kontaktieren und eine Frist festlegen, bis wann die Störung behoben werden soll. Passiert danach noch immer nichts, kann der Vertrag ausgelöst werden und der Kunde kann sogar Schadensersatz verlangen.

Wichtig hierbei ist: der Briefverkehr muss unbedingt belegbar sein. Alle Mails, Faxe oder Briefe sollten unbedingt aufbewahrt werden.

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