Call-by-Call: Sparen mit Vorvorwahlen

Call-by-Call

Die Tarife der deutschen Telekom sind leider nicht immer auch die kostengünstigsten, hierbei bildet die Festnetztelefonie keine Ausnahme. Insbesondere schlagen die Auslandsgespräche zu Buche. Hier kommen dann die beliebten Vorvorwahlen zum Einsatz, bei denen vor der eigentlichen Rufnummer noch eine Vorwahl gewählt wird, um dann zu einem günstigeren Telefontarif zu telefonieren. Die Tarife der Call-by-Call-Anbieter liegen meist deutlich unter denen der deutschen Telekom.

Um die Call-by-Call-Anbieter jedoch nutzen zu können, muss ein Anschluss der Telekom vorhanden sein. Besteht ein Anschluss bei einem anderen Anbieter, muss in der Regel mit Einschränkungen gerechnet werden. Heutzutage gibt es bereits eine Vielzahl von Anbietern, die die Nutzung der Call-by-Call-Anbieter vertraglich ausschließen. Dennoch kann auch in diesen Fällen mit dem sogenannten Callthrough gespart werden. Prinzipiell funktioniert das Callthrough genauso wie das Call-by-Call und kann von jedem Anschluss aus genutzt werden.

Die Nutzung der Vorvorwahlen

Die Nutzung der Vorvorwahlen beim Call-by-Call ist einfach und unproblematisch. Vor jedem Gespräch wird eine Sparvorwahl eines bestimmten Call-by-Call-Anbieters gewählt und gleich im Anschluss folgt dann die eigentliche Rufnummer des gewünschten Gesprächspartners. In der Regel ist eine Anmeldung nicht nötig, deshalb auch von offenem oder freiem Call-by-Call die Rede ist.

Der jeweilige Call-by-Call-Anbieter kann frei gewählt werden und richtet sich nach den folgenden Kriterien:

  • Gewünschtes Anrufziel
  • Dauer des Gesprächs
  • Dem Wochentag
  • Der Tageszeit

Um den passenden Anbieter zu finden, empfiehlt sich immer ein Tarifvergleich. Call-by-Call kann sowohl bei Orts- als auch bei Ferngesprächen eingesetzt werden, aber auch ein Einsatz bei Gesprächen ins Mobilfunknetz, ins Ausland oder für den Faxversand ist möglich.

So funktionieren die Sparvorwahlen

funktionieren die Sparvorwahlen

Von der Bundesnetzagentur wird jedem Call-by-Call eine Betreiberkennzahl zugeordnet, die auch unter den Begriffen Netzkennzahl, Vorvorwahl oder Sparvorwahl bekannt sind. In der Regel behinhalten diese Nummern die Ziffern „010“ oder „0100“ plus zusätzlicher Ziffern.

Diese Vorvorwahl wird dann vor der eigentlichen Rufnummer gewählt, wobei Ortsvorwahl oder Rufnummer nicht verändert werden. Es wird also lediglich vor der Ortsvorwahl die Sparvorwahl des jeweiligen Call-by-Call-Anbieters eingegeben. Wenn ein Ortsgespräch geführt werden soll, muss die Ortsvorwahl nicht mit eingegeben werden.

Die Call-by-Call Abrechnung

Mittlerweile bietet das Internet eine ganze Reihe an Vergleichsportalen an, die einen passenden Anbieter sowie die aktuellen Preise im Call-by-Call Vergleich binnen weniger Sekunden präsentieren. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Preise jeweils unmittelbar vor dem Gespräch überprüft werden, da die Minutenpreise bei manchen Anbietern täglich mehrmals verändert werden. Dadurch können dann deutliche Preisunterschiede zustande kommen. Aber auch beim Übergang von einem Zeitfenster zum nächsten kann es zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Deshalb ist es ratsam, sich stets über die aktuellen Tarife auf dem Laufenden zu halten.

Im August 2012 wurde die verpflichtende Tarifansage bei den Call-by-Call-Anbietern vor jedem Gespräch verbindlich eingeführt. Auf diese Weise tappen die Verbraucher nicht so schnell in die Kostenfalle. Dennoch ist es natürlich ratsam, bei jeder Ansage genau zuzuhören und im Zweifel lieber aufzulegen, falls ein abweichender Tarif angesagt werden sollte. Zudem ist es auch nötig, beim Wählen der Vorvorwahl achtsam zu sein. Wer sich vertippt und beispielsweise statt einer „0“ eine „00“ wählt, kann sehr schnell bei der Abrechnung eine böse Überraschung erleben. Call-by-Call-Anbieter können teilweise über sehr ähnliche Namen verfügen und dennoch äußerst unterschiedliche Tarife aufweisen. Eine Abrechnung der geführten Call-by-Call Gespräche erfolgt dann gesondert in der Telefonrechnung der Telekom und wird von dort an die jeweiligen Anbieter abgeführt. Der Verbraucher muss also lediglich die reguläre Telefonrechnung entrichten.

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